Die Hochschulgruppe Die Linke.[`solid]
an der Uni Köln hat sich im Herbst 2005 im Zuge der bundesweiten Formierung einer neuen Linkspartei gegründet. Wir sind ein Zusammenschluss von SozialistInnen in Linkspartei. PDS, WASG, im Jugendverband [`solid] und von Menschen ohne Parteimitgliedschaft. Innerhalb und außerhalb der Hochschule treten wir für Politik und Reformen im Interesse der Mehrheit der Menschen ein. Bei den Wahlen zum Studierendenparlament im Dezember 2005 haben wir auf Anhieb 3 Sitze erhalten.
 
Politik für bessere Bildung ...
Die Frage der Bildung darf nicht auf kapitalistische Verwertungszwänge reduziert werden. Bildung trägt entscheidend zur Bewusstseinsformierung der Menschen bei. Daher muss ihr ein aufklärerischer Charakter abgerungen werden. Statt der Rechtfertigung von Ungleichheit und Konkurrenzideologie muss die Verbesserung der konkreten Lebenssituation das Ziel von Bildung sein.
 
... und ein besseres Gesellschaftssystem!
Die Hochschule ist jedoch keine Insel. Es gilt, gemeinsam mit lohnabhängig Beschäftigten, Arbeitslosen und Gewerkschaften für die Verbesserung der Situation von Arbeitslosen und Beschäftigten zu streiten. Als erste Schritte fordern wir eine Umkehr in der Wirtschafts- und Sozialpolitik, eine Rücknahme der Hartz-Gesetze und eine Anhebung von Steuern auf hohe Vermögen, Einkommen und Unternehmensgewinne. Wir denken also über die Uni hinaus und beanspruchen das allgemeinpolitische Mandat der Studierendenschaften.
 
Internationale Solidarität!
Der Kampf um eine bessere Welt endet weder an universitären noch an nationalen Grenzen. Für uns ist internationale Solidarität keine Phrase. Wir machen mit bei der internationalen Solidaritätskampagne "Hands Off Venezuela", und ein Teil unserer Mitglieder ist im Sozialistischen Forum Rheinland organisiert, das seit Jahren Sozialarbeit für Kuba macht. Als Hochschulgruppe unterstützen wir die Fortentwicklung neuer linker Parteien in Europa.
 
Kein Fußbreit den Faschisten!
Nazis versuchen sich in der Gesellschaft breit zu machen. Neo-faschistische Parteien verbreiten ihre Hetzereien in Parlamenten und auf der Straße. Das Aufkommen des Neofaschismus kann jedoch nicht verstanden werden ohne Bezug auf den Sozial- und Demokratieabbau, der von CDU/CSU, FDP, SPD, Grüne, Unternehmerverbände und der Privatwirtschaft forciert wird. Diese auf Ungleichheit zielende Politik fördert ein Klima der Angst, welches dazu beiträgt, dass neonazistische Vereinigungen an Zulauf gewinnen. Dem Rechtsradikalismus muss deshalb ein sozialistischer Kurswechsel entgegengesetzt werden. Denn erst wenn alle gleich sind, wird man ohne Angst verschieden sein können.
 
Vielfältig aktiv - alleine und im Bündnis!
Das breite Profil der Gruppe fand auch in der Arbeit der letzten Semester seinen Niederschlag. Wir beteiligen uns am bundesweiten Hochschulgruppennetzwerk von Linkspartei und WASG und haben in diesem Rahmen eine Speakers´ Tour mit Gästen aus linken Hochschulgruppen verschiedener europäischer Länder durchgeführt. Gemeinsam mit Attac und anderen linken Hochschulgruppen gab es eine Veranstaltung zu den Studierendenprotesten mit einem Gast von Attac Frankreich.
Als Teil der Initiative Neue Sozial Planwirtschaft (INSP) klären wir über die einseitig neoliberale bzw. neoklassische Lehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln auf. Mit namhaften linken Wissenschaftlern wie Prof. Herbert Schui und Prof. Gerd Bosbach bieten wir einen alternativen Blick auf die angeblich alternativlose Wirtschaftspolitik der letzten Jahre und Jahrzehnte.
Auch in der Stadt endet unser Engagement nicht an der Campus- Grenze. Wir beteiligen uns am roten ersten Mai und arbeiten projektbezogen mit der Kölner Linkspartei und der WASG zusammen. In diesem Bündnis konnten wir im letzten Semester die Schaffung von 100 zusätzlichen Ausbildungsplätzen bei der Stadt Köln durchsetzten.