The good, the bad and the ugly
Wir und die anderen Hochschulgruppen


The good
Auch wenn Sie es nicht vermuten:
Wir sind die Guten

Die Linke.SDS
Bei uns engagieren sich Mitglieder der Partei DIE LINKE, der Linksjugend und Menschen ohne Parteimitgliedschaft für eine Bildung, die in ihren Praxisbezug nicht nur auf die Berufsbefähigung, sondern kritisch auf die gesamte Gesellschaft fokussiert. Um die künstliche Trennung von Hochschul- und Gesellschaftspolitik aufzuheben, beanspruchen wir ein allgemeinpolitisches Mandat und fordern die Etablierung kritischer Wissenschaft, die auf gesamtgesellschaftlichen Fortschritt abzielt.

The Average
Gruppen, die gemeinhin zur Linken gezählt werden

LiLi – die linke liste
Wenige, aber ganz freundliche Menschen, die unseren Namen irgendwie gut fanden, als sie sich von der Alternativen Liste abgespalten haben. Leider fehlt ein bisschen das exakte Profil, so dass einfach ein paar antideutsche Sprüche unvermittelt mit Indie-Pop-Ästhetik verknüpft werden. Diese Ästhetik ohne Widerstand ist zwar weniger politisch, aber doch optisch ein Gewinn.

Alternative Liste (AL)
Früher das Sammelbecken für alle, die sich irgendwie links fühlen und ihr Soja-Würstchen ganz gerne ohne Gentechnik essen mögen. Statt rund 200 in diesem Jahr nur 97 ZählkandidatInnen. Nichts wirkt so kraftlos wie eine Idee, deren Zeit längst vergangen ist. Daher versucht man nun die Querfront mit den Jusos, die von der AL bis letztes Jahr für die Ausgeburt des Bösen gehalten wurden.

Jusos
Die Jugendorganisation der SPD. Nach großem Personalwechsel in diesem Jahr ist genau ein Thema übrig geblieben: entweder du boykottierst für mich oder gegen mich. Wissen genau, wer gut und böse ist, aber verwechseln gerne die Charaktermasken mit dem Kapitalismus selbst. Bemerkenswert enthusiastisch, nur manchmal etwas unentspannt.

The ugly
- der aktuelle AStA

Die Unabhängigen (Unabs)
„Wir sind WiSos, asoziale WiSos, wir schlafen unter Brücken oder im Fachschaftsbüro“, hört man sie, ohne sich in Grund und Boden  zu schämen, in der Öffentlichkeit singen. Machen große Werbung damit, sich ausschließlich mit studentischen Interessen zu beschäftigen. Das ist zum einen unpolitisch, zum anderen auch unglaubwürdig, wenn man sie mit Kölsch-Fässern und Pizza im Studierendenparlament sitzen sieht. Dass sie damit immer wieder größte Fraktion werden, spricht nicht unbedingt für die Kölner StudentInnen.

LUST
Vor allem mathematisch-naturwissenschaftliche FachschafterInnen, die nicht müde werden zu betonen für wie links sie sich halten - das ist nervig genug und doch würde man sich freuen, wäre es das Einzige, was man von ihnen hört. Das Bild, das sie in der Öffentlichkeit präsentieren - ein besoffener, sexistischer Männerhaufen- sagt mehr als tausend Selbstbeteuerungen. Die Selbstbezeichnung „Linker – weil wir LUST auf gute AntiFa-Arbeit haben“ wirkt übrigens sehr überzeugend, wenn man auch schon mit dem RCDS den AStA stellte und das Antifa-Referat mit abgeschafft hat.


The bad
- die rechte Opposition

RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten)
– die CDU-Hochschulgruppe

Am rechten Rand der CDU angesiedelte Gruppe. In Köln zum Glück ziemlich klein und unscheinbar. „Laufen“ nach Selbstdarstellung „keiner Ideologie nach“, sondern „sind einfach demokratisch und christlich“. Da sind wir natürlich ungemein beruhigt, hatte man doch, nach dem Säbelrasseln der vielen Burschenschaftler ein irgendwie mulmiges Gefühl, gerade nachdem im letzten Jahr Thomas Hartenfels (damals RCDS) als fleißiger Autor in der rechts-konservativen Zeitung „Junge Freiheit“, Teilnehmer an NPD-Demos und ähnlichen undogmatischen Veranstaltungen enttarnt wurde, eher einen anderen Eindruck. Danke für die Entwarnung.

LHG (Liberale Hochschulgruppe)
Fallen insbesondere durch Abwesenheit auf. Aber VertreterInnen des Neoliberalismus gibt es an der Uni Köln nun wirklich genug - auch ohne LHG. Als stramme VertreterInnen von Studiengebühren verstehen sie unter politischer Interessenvertretung vor allem Konsumentensouveränität. Allerdings soll auch niemand behaupten, sie seien unsolidarisch, denn sie können ihr Weltbild ganz einfach mit dem Motto „Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht“ auf den Punkt bringen.


The new
- die Debütanten in diesem Jahr

campus:grün
Haben bis auf den Namen wenig gemeinsam mit der alten Grünen Hochschulgruppe, die man zumindest irgendwie zur Linken zählen konnte. Lassen sich vom AStA erklären, wie man Hochschulpolitik macht und wollen dort im vorauseilenden Gehorsam gleich mitarbeiten. Setzen auf Datenschutz als Wahlkampfthema und schicken zugleich persönliche Daten von ihren Aktiven über eine breit zugängliche Mailingliste. Eine viel versprechende neue Gruppe also.

Initiative Exzellenzcluster Köln/pro Elite
Am Fuße des Leuchtturms herrscht Dunkelheit. Dem ist nichts hinzuzufügen.